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Jun 18

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Familientreffen quasi

Feldegger Maultrommeljam2014

Auch der Vierte Feldegger Maultrommeljam war ein unvergessliches Fest. Fast so, als wäre die Familie zusammengekommen – die Verwandtschaft aus Oberösterreich, Wien, Salzburg und der Steiermark. Aber auch die „Cousins“ aus Ungarn, Großbritannien und den Niederlanden sowie unsere Geistesverwandte aus Kanada waren da.

Obwohl Áron Szilágyi ohne Airtist kam, Christoph Schulz und Jörg Horner diesmal solo statt als Duo auf der Bühne standen, hat es an nichts gemangelt. Árons Solospiel hat Kraft wie eine ganze Band. Und Herbert, das LOOP-Gerät von Christoph, sorgte ebenso für höchstes Vergnügen wie der Schulz selbst. Künstlerisch wieder zusammengefunden haben heuer dafür Wolf Janscha und Bernhard Mikuskovics. Das Duo ziselierte zweifelsohne die feinsten Obertöne des Abends.

Aber auch der Brite Jonathan Cope bestach durch seine Vielseitigkeit im Erzeugen von Obertönen. Dass ich, der Ing. LOOP, gemeinsam mit Jörg, Gastgeber Bernhard Hanreich und Deirdre Morgan die Openair-Bühne füllen durfte, freut mich besonders. Bei Deirdre handelt es sich übrigens um die oben genannte Kanadierin, die inzwischen möglicherweise mehr über die heimische Maultrommelkultur recherchiert hat als alle österreichischen Maultrommelexperten. Oder wusstet Ihr, dass es vor 150 Jahren auch in Tirol Maultrommel-Schmiede gab?

Der Maultrommeljam ist aber nicht nur ein Familienfest im metaphorischen Sinn. Die meisten Teilnehmenden nehmen tatsächlich ihre Familien mit. Die Kinder eröffneten den Maultrommeljam ganz offiziell und betrachteten ihn zweifelsohme auch als ihr großes Fest. Und kein einziger Musiker war ihnen böse, als sie nicht vor der Bühne oder Backstage, sondern unter der Bühne und schon auch mal darauf den Darbietungen lauschten. Die familiäre Atmosphäre, die die Hanreichs auf Schloss Feldegg überspringen lassen, ist ohnedies legendär.

Auch wenn es für die Kulturerbinnen und Kulturerben finanziell praktisch nichts zu erben gibt, so scheint der immaterielle Wert weiter zu wachsen. Jetzt kann man natürlich zu Recht behaupten, was ich da schreibe, sei subjektiv. Darum habe ich die anderen Maultrommlerinnen und Maultrommler gefragt, was sie an der Maultrommel schätzen. Ihre Antworten und Musik gibt’s nun in Form eines 15-Minuten-Streifens mit dem Titel „Kulturerben der Maultrommel“ (http://youtu.be/EVyrHF69M5c). Und eines kann ich vorwegnehmen: Ja, wir sind eine Familie. Und was für eine!

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Kulturerben der Maultrommel

Ein Film von Robert Koch über die Lust am „Eisen“ anlässlich des Vierten Feldegger Maultrommeljams. Ö, 2014, 14:50 Minuten.

Der Film steht allen MaultrommlerInnen und Fans gegen Namensnennung zur nicht-kommerziellen, privaten und öffentlichen Nutzung frei. Bettet ihn in Eure Homepages ein, teilt ihn auf Youtube, Facebook, Maultrommel- und Obertonplattformen. Tragt unser gemeinsames Erbe in die Welt hinaus!

Der ausdrücklichen Zustimmung bedarf jedoch jegliche Form der kommerziellen Nutzung, besonders durch private und öffentlich-rechtliche Medien der Bereiche TV, Radio, Print und Internet. Hier gilt: © 2014 LOOPING no budget productions, Robert Koch.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://maultrommelverein.at/2014/06/familientreffen-quasi/

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