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CAT | Schmiede

Für österreichische Maultrommeln renommiert ist Sepp Jofen, Molln:

In den Jahren 1935 bis 1983 wurde die Kunst der Maultrommelerzeugung von Karl Hörzing, der das Handwerk von Maultrommelmeister Gradauer gelernt hat, hauptberuflich ausgeübt. Seine Frau Pauline Hörzing führte das Gewerbe von 1983 bis 1987, seit 1987 haben ihre Tochter Gertraud Jofen und ihr Mann Josef Jofen den Betrieb übernommen.

Erstmals verkauften sie neben den Hand geschmiedeten Maultrommeln noch die von Maschinen gefertigten Maultrommeln in den verschiedensten Farben. Da die Maultrommelkäufer immer weniger wurden, begannen sie 1994 ausschließlich Hand geschmiedete Maultrommeln herzustellen.

Anregung für diese Idee war außerdem auch noch die jakutische Begegnung mit dem Maultrommelmeister Ivan Khristoforov.

Auf seiner Reise durch Europa besuchte 1994 der jakutische Maultrommelmeister Österreich, um sich diese Handwerkskunst fern seiner Heimat anzuschauen.

Diese zufällige Begegnung sollte der Anfang einer neuen Ausrichtung in der Maultrommelproduktion von Josef und Gertraud Jofen werden. Mittlerweile haben die begehrten Trommeln Weltruf.

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Nachruf auf Franz Bernögger, Maultrommelmacher mit Leib und Seele…

Am 29. Juni 1997 verstarb der älteste Mollner Maultrommelerzeuger, Herr Franz Bernögger. Die Ehre des Handwerks, wie sie in den alten Zunftbüchern der “Maultumblmacher zu Molln” beschrieben ist, hielt er hoch, geradlinig und unabrückbar ging er seine Weg, und er war wohl ein Maultrommelmacher mit Leib und Seele. Bis ins hohe Alter stellte er die „Trummln”, wie er sie nannte, fast ausschließlich mit der Hand her. Nur eine einfache Maschine besorgte die Fertigung des Buges am Ende des Instruments . Maultrommelspieler von Nah und Fern besuchten ihn immer wieder, um sich die „Handgemachte vom Bernögger” zu holen. In den 80er Jahren legte er schließlich die Arbeit nieder und seinen „Trommelstock”, an dem er wohl Abertausende wenn nicht Millionen Instrumente in seinem Leben fertigte, spaltete er mit der Hacke demonstrativ in zwei Teile. Schnell waren seine letzten Reserven an Instrumenten vergriffen, nur mehr seine Gesellenstücke und einige Exemplare bewahrte er sich als Erinnerung auf. Stets hatte er interessante Geschichten aus seinem Handwerksleben auf Lager. „Mit’n Achtstundentag, do war früher nix ganga”, meinte er oft und erzählte über den langen oft 14stündigen Arbeitstag. Mit einem Schmunzeln schilderte er den geheimnisvollen Vorgang des Härtens der Stahlfedern über dem Kohlenfeuer, der den Klang und die Qualität der Maultrommel wesentlich entscheidet. Ein Besuch in seiner Stube war niemals langweilig, und Gäste waren immer willkommen. Mit den Maultrommelspielern aus aller Welt hätte er sicher seine Freude gehabt.

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